CeBIT 2009: Security-Software im Test

Hartes Ringen um Testkriterien in der großen G Data Arena

03/03/2009 | Bochum 

„Wie testet man Security Software?“ – so lautetete die Frage an die G Data Arena-Talkgäste. Mit dabei waren am heutigen Messestart Andreas Marx (AV-Test), Fabian von Keudell (CHIP) und Andreas Perband (PC Welt). Die anwesenden CeBIT-Besucher erhielten erstmals tiefe Einblicke in die unterschiedlichen Gewichtungen und die daraus resultierenden Ergebnisse in Magazin-Tests. Wolfgang Back und Wolfgang Rudolf zeigten sich oftmals verblüfft während der Talkrunde.



Die G Data Arena-Talkrunde: v. l. Wolfgang Back, Andreas Marx, Ralf Benzmüller, Fabian v. Keudell, Andreas Perband und Wolfgang Rudolph.

 

 

Die Fragen des Tages:
Was ist bei Tests wichtig? Brauchen wir einheitliche Standards? Was macht einen guten Virenschutz aus? Was sagt ein Test eigentlich aus?


Das antworteten die Experten:


Fabian v. Keudell, CHIP
„Anti-Virensoftware muss nicht nur schützen, sondern auch einfach zu bedienen sein. Heutige Anti-Virenprodukte sind überladen und Anti-Virenprogramme können nicht schützen.“

 

 

 


Ralf Benzmüller, Leiter G Data SecurityLabs:
„Wir brauchen einen Crashtest für Antivirensoftware. Ein gutes Produkt ist eine Kombination aus hoher Erkennung, geringer Systemauslastung und einfacher Bedienung.“

 

 

 

 

Andreas Marx, Geschäftsführer des Testlabors AV-Test:
„Man kann einen VW Käfer nicht mit einem Porsche vergleichen, obwohl beides Autos sind – trotzdem muss man Wege finden. Bei Antivirensoftware versucht man es, indem nicht die einzelnen Komponenten verglichen werden, sondern die Software an sich in Bezug auf die Zielgruppe. Denn sowohl der Porsche, als auch der Käfer und damit auch die einzelnen Antivirenprodukte haben ihre Berechtigung und jeweiligen Zielgruppen.“





Andreas Perband, Chefredakteur von PC Welt:
„Es ist toll, dass über die Methodik gesprochen wird, da die Öffentlichkeit mit Sicherheit noch nicht viel darüber gehört hat. Über Tests von Antivirensoftware wird viel geredet, aber nie WIE eigentlich getestet wird. Dabei hat die Testmethodik enorme Auswirkung auf das Testergebnis, weshalb eine größere Transparenz zu begrüßen ist.“

 

 

 

Das Fazit des Moderatoren-Teams:
„Virensoftware testen ist genauso schwer wie Viren finden. Es gibt genau so viele Viren wie Einwohner in NRW.“

 

 

 


Thorsten Urbanski