CeBIT 2010: Privatnutzung von Firmen-PCs - Deutschlands Unternehmer mit einem Bein im Knast?

Welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten?

03/02/2010 | Bochum 

Am Eröffnungstag der CeBIT 2010 in Hannover startete G Data wie bereits in den Jahren zuvor mit seiner täglichen Live-Talkshow in der G Data-Arena in Halle 11 / D 35. Das erste Thema im 25. Jubiläumsjahr des Bochumer Sicherheitssoftwarehauses, dass die beiden Moderatoren Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph aufgriffen, gewinnt in Zeiten von Online-Auktionshäusern, YouTube, Gamingseiten, Stellenbörsen etc. immer größere Bedeutung. Denn die private Nutzung von Firmen-PCs durch Mitarbeiter ist ein rechtlich brisantes Thema, dem die Expertenrunde auf den Grund ging. Dazu gehörten Dr. Philipp Neuwald (Rechtsanwalt), Norbert Luckhardt (Chefredakteur <KES>), Ralf Benzmüller (G Data SecurityLabs) und Stefan Noort (IHK Hannover).




Die G Data Arena-Talkrunde: v. l. Wolfgang Back, Stefan Noort, Norbert Luckhardt, Ralf Benzmüller, Dr. Philipp Neuwald, Wolfgang Rudolph

 

Die Fragen des Tages:
Welche rechtlichen Aspekte sind zu beachten? Können Security-Policies helfen?

Das sagten Experten:
Stefan Noort, IHK Hannover: "Es gibt die Möglichkeiten auch für kleine und mittelständische Unternehmen in diesen Bereichen Vorsorge, rechtlich und organisatorisch, zu treffen. Die Unternehmen müssen dies allerdings auch aktiv angehen, und dazu fehlt oftmals noch das Problembewusstsein als Antriebsfeder."

 

 

 

 

Norbert Luckhardt, Chefredakteur <KES>: "Entscheidend ist, gemeinsam einen sinnvollen Rahmen abzustecken, der den Erfordernissen des betreffenden Unternehmens, den gesetzlichen Regularien und den Bedürfnissen der Mitarbeiter gleichermaßen gerecht wird. Wird eine solche Lösung von allen getragen oder zumindest akzeptiert, dürfte sie problemlos und erfolgreich umsetzbar sein."

 

 

 

Ralf Benzmüller, Leiter G Data Security Labs: "Richtlinien (Policies) sind für jedes Unternehmen individuell auszuhandeln. Sie müssen von allen Beteiligten getragen werden. Eine gute Software unterstützt die effiziente Umsetzung dieser Richtlinien."

 

 

 

 

Dr. Philipp Neuwald, Rechtsanwalt: "IT-Sicherheit im Unternehmen beginnt damit, dass sowohl die Geschäftsleitung, als auch die Mitarbeiter sich über die Gefahrenquellen bewusst werden."

 

 

 

 

 

Wolfgang Back: "Es ist viel Aufklärung in puncto Sicherheit und Datenschutz nötig. Viele Verantwortliche in den Betrieben wissen nicht, dass sie auch für das was im Internet passiert verantwortlich sind. Manchmal kann das in einer bösen Überraschung enden."

Wolfgang Rudolph: "Eine sehr, sehr wichtige Runde, bei der heraus gekommen ist, dass die meisten Unternehmen sich der Probleme noch gar nicht bewusst sind. Es ist schwieri,g den schmalen Grat zu finden zwischen der gesetzlich notwendigen Überwachung des Firmendatenverkehrs und der Überwachung der Mitarbeiter, ohne deren persönliche Rechte zu verletzen."

 


Thorsten Urbanski