G Data: Alle 22 Sekunden ein neuer Android-Schädling

Cyber-Kriminelle zielen auf Datendiebstahl und den Betrug mit teuren Premium-Diensten

06/10/2013 | Bochum 

Android hat längst seine Vormachtstellung im mobilen Bereich ausgebaut - laut Gartner waren im ersten Quartal 2013 rund 75 Prozent aller verkauften Smartphones weltweit mit Android ausgestattet. Kein Wunder, dass Cyber-Kriminelle alleine im Mai durchschnittlich alle 22 Sekunden einen neuen Android-Schädling zum Einsatz brachten, wie die Analysen von G Data zeigen. Insgesamt zählen die G Data SecurityLabs im letzten Monat mehr als 124.000 neue Schad-Apps für Googles Betriebssystem, dabei haben es die Täter insbesondere auf den Diebstahl von persönlichen Daten, den lukrativen Versand von Premium-SMS und die Initiierung von teuren Premium-Anrufen abgesehen. Daneben setzen die Kriminellen auf den Einsatz von aggressiven Werbeeinblendungen um Nutzer zur Installation schadhafter Apps zu bewegen. In den kommenden Monaten erwartet G Data ein weiteres deutliches Wachstum von neuen Android-Schädlingen, denn für die Täter ist hat sich Mobile-Malware zum lukrativen eCrime-Geschäftsmodell entwickelt.

 

„Für Online-Kriminelle hat sich Mobile-Malware zu einem lukrativen eCrime-Geschäft entwickelt. Die Täter setzen dabei insbesondere auf Trojanische Pferde, da diese sehr vielfältig einsetzbar sind. Die Schädlinge ermöglichen so nicht nur den Diebstahl persönlicher Daten, sondern u.a. auch den Betrug mit teuren Premium-Diensten“, erklärt Eddy Willems, G Data Security Evangelist. „Aufgrund der lukrativen Gewinnmöglichkeiten für die Kriminellen gehen wir auch in Zukunft von einem Aufschwung in der Mobile Malware-Industrie aus.“


 

 

Top-5 Mobile Malware-Familien im Mai 2013



Android-Gefahrenlage für die nächsten Monate
Der Mobile Malware-Pegel steigt weiter: Die Anzahl neuer Schadprogramme für Mobilgeräte mit Googles smartem Betriebssystem wird in den nächsten Monaten weiter kontinuierlich wachsen. Aufgrund der weiterhin zunehmenden Beliebtheit von Android-Smartphones und Tablets ist Mobile-Schadcode auf dem besten Weg zum eCrime-Massenphänomen.

Mobile Botnetze etablieren sich: In den nächsten Monaten werden die Täter zunehmend darauf setzen, infizierte Mobilgeräte in Botnetze einzubinden um sie als SMS-Spam-Schleuder zu nutzen oder massenhaft Premium-Telefonnummern anrufen zu lassen. Die Verdienstmöglichkeiten sind immens für die Kriminellen.

Adware bleibt eCrime-Trend im Bereich Mobile Malware:
Die Experten der G Data SecurityLabs gehen auch in den nächsten Monaten von einem verstärkten Einsatz von Adware aus um beispielsweise aggressiv für die Installation von Schad-Apps zu werben.


Kathrin Beckert