Spam-Mails versprechen lukrative Jobs

G Data warnt vor dubiosen Stellenangeboten

03/03/2014 | Bochum 

Mit wenig Zeitaufwand und besonders guter Bezahlung locken Versender dieser Spam-Mails Kernbotschaften ahnungslose Opfer in die Falle. Angeblich suchen namhafte Unternehmen neue Mitarbeiter, Gelder transferieren oder Pakete weiterleiten. Generell sind diese Mails oft in einem sehr schlechten Deutsch geschrieben, was für angeblich seriöse Unternehmen – wie in den Mails oft angegeben – schon befremdlich wirkt. Internetnutzer sollten hier bereits misstrauisch werden und auf gar keinen Fall auf einen Link klicken oder auf der Mails antworten.

 

Was steckt dahinter?

Mit diesen Spam-Mails suchen kriminelle Banden nach Geldwäschern oder „Transporteuren“, um Zugang zu den Bankkonten zu erhalten oder einen „Weiterleiter“ von Paketen mit illegaler Ware ins Ausland. Dem ahnungslosen Opfer wird suggeriert, dass es sich um ein legales und renommiertes Unternehmen handeln würde. Die Betroffenen sollen entweder überwiesenes Geld von ihrem Konto abheben und über einen internationalen Finanzservice ins Ausland versenden oder sie sollen erhaltene Pakete an Adressen im Ausland weitersenden. Inhalt dieser Pakete sind oft Elektronikgeräte, die bei betrügerischen Käufen ergaunert wurden, für die gestohlene Zugangs- und Bezahldaten genutzt wurden.

 

Wer ist schuldig?

Die Betroffenen müssen damit rechnen, Rückforderungen beispielsweise von den Banken zu erhalten. Für die Opfer ergeben sich sowohl straf- wie auch zivilrechtliche Folgen aus der Mitarbeit bei solchen Verbrecherbanden. Naivität schützt in solchen Fällen nicht vor Strafe!

Woran die Spam-Mails erkennen?

Die verheißungsvollen Job-Mails sind häufig in sehr schlechtem Deutsch verfasst. Gerade namhafte Unternehmen werden Anschreiben nicht in dieser Form verschicken. Ebenso sollten Nutzer über die großen Versprechungen stolpern und misstrauisch werden. Ignorieren und löschen sollte die Devise sein, um sich vor bösen Folgen zu schützen.

 

 

Richtige Verhaltensregeln

  • E-Mails von unbekannten Absendern immer misstrauisch behandeln. Niemals Anhänge öffnen oder URLs anklicken.
  • Nicht auf die Spam-Mails antworten. Die Cyberkriminellen wissen dann, dass die angeschriebene Adresse gültig ist.
  • Keine persönlichen Informationen oder Bankdaten per E-Mail oder auf zweifelhaften Webseiten weitergeben.
  • Kein Geld an Unbekannte überweisen.
  • Die private E-Mail Adresse nicht in Foren oder Gästebüchern angeben, da diese dort von Kriminellen abgegriffen werden kann. Für diese Zwecke eignet es sich eine Nebenadresse einzurichten.
  • Eine Sicherheitslösung für den Computer sollte eingesetzt werden. Die Security Software sollte einen effektiven Virenschutz, eine leistungsfähige Firewall, sowie einen Spam- und einen http-Filter einschließen, der beim Surfen für einen umfassenden Schutz vor Online-Bedrohungen sorgt.

 

 

 


Christian Lueg