AOL-Mail-Adressen für Spam genutzt

G DATA rät Nutzern des Dienstes zügig ihre Passwörter zu ändern

04/23/2014 | Bochum 

Eine Spam-Welle sucht derzeit Besitzer von AOL-Email-Konten heim. Cyberkriminelle haben die Konten gehackt und versenden im Namen der Opfer Spam-Mails mit Links zu Abzock-Webseiten. Teilweise sollen sogar die Passwörter geändert worden sein, so dass die eigentlichen Nutzer keinen Zugriff mehr auf ihre E-Mail-Konten haben.

Die Spam-Mails erreichen vor allem Empfänger, die in den Adressbüchern der betroffenen E-Mail-Konten gespeichert sind. Derzeit ist noch unklar, ob die Cyberkriminellen nur die Mail-Adressen und Namen ihrer Opfer kopiert haben. Ist dies der Fall, kann AOL den Versand der Mails nicht verhindern, da diese nicht über deren E-Mail-Server laufen. Die Betrüger fälschen dann die Absenderadresse und geben sich als ein AOL-Nutzer aus. Wie die Angreifer an die Mail-Accounts gelangen konnten ist nicht bekannt.

 

Konto schleunigst absichern

AOL-Nutzer, die noch Zugriff auf ihr Konto haben, können unter „Gesendete Nachrichten“ prüfen, ob über ihr Postfach bereits Spam-Nachrichten verschickt wurden. Sollten lediglich die Absender-Adressen gefälscht worden sein und die Mails nicht direkt über das Konto verschickt worden sein, tauchen keine Nachrichten auf. Generell sollten alle Nutzer des Dienstes ihr Passwort ändern und ihren Computer mit einer aktuellen Sicherheitslösung überprüfen. Ebenso sollten Internetnutzer eine umfassende Sicherheitslösung verwenden, um sich gegen Angriffe und Schadprogramme zu schützen. Die Security Software sollte einen effektiven Virenschutz, eine leistungsfähige Firewall, einen zuverlässigen Exploit-Schutz sowie einen Spam- und einen http-Filter einschließen, der beim Surfen für einen umfassenden Schutz vor Online-Bedrohungen sorgt.

 

Neues Passwort verwenden

Empfehlenswert sind Passwort-Kombinationen aus Klein- und Großschreibung, kombiniert mit Ziffern. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens acht Zeichen und beinhalten Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung und Ziffern.

Um sich so ein Passwort gut merken zu können, kann man zum Beispiel eines mit persönlichem Wiedererkennungswert erstellen, z.B. aus Akronymen des eigenen Lieblingsliedes:

Il Buono, Il Brutto, Il Cattiva von Ennio Morricone = IlBuIlBrIlCavEM


CL