Vorsicht vor E-Mail-Betrug

Angebliche Abo-Gebühren sollen in die Schadcode-Falle locken

05/13/2014 | Bochum 

Cyberkriminelle verschicken momentan betrügerische Mails, die den Empfänger namentlich ansprechen und auf eine angeblich fällige Abo-Gebühr hinweisen, die zeitnah beglichen werden soll. Eine angehängte Datei, die als Rechnung getarnt ist, sorgt dafür, dass, bei der Öffnung des Anhangs, der Zbot Banking-Trojaner auf den Computer des Opfers heruntergeladen und ausgeführt wird. Die G DATA Sicherheitslösungen erkennen den Schädling als Win32.Trojan.Injector.AQ. G DATA weist Internetnutzer darauf hin, den Anhang nicht zu öffnen oder auf die Mails zu antworten. Die Mails sollten direkt in den Papierkorb wandern. Ebenso sollten die geforderten Gebühren auf keinen Fall überwiesen werden.

 

Angebliche Abo-Gebühren fällig

Eine neue Welle von Phishing-Mails macht momentan die Runde. Bei diesen Mails wird der Empfänger direkt mit seinem Namen angesprochen. Dadurch wirken die Nachrichten echt und der Adressat kann schnell darauf hereinfallen.

Die Mails enthalten eine Zahlungsaufforderung eines Unternehmens. Angeblich haben die E-Mail-Empfänger ein Abo abgeschlossen und sollen nun die Gebühren bezahlen.

Die in den Mails genannten Unternehmen, wie Video-on-Demand Center GmbH, Media Plattform GmbH, Media Center GmbH, Mediathek GmbH, Letspay Billing AG, Payment Billing GmbH, Giropay Online Office AG oder PayOnline Service AG,  sind frei erfunden und existieren nicht. 

 

Nicht den Anhang öffnen!

Internetnutzer sollen niemals den Anhang öffnen, da dieser mit Schadsoftware belastet ist. Mit dem Öffnen des Anhangs wird ein Injektor auf dem Computer abgelegt, der aus dem Internet einen Zbot Banking-Trojaner herunterlädt. Der Trojaner liest dann beispielsweise Ihre Onlinebanking-Aktivitäten mit und greift die Bankdaten ab. Der Schädling passt also perfekt zu der gut gemachten Betrugs-Masche, da der Betroffene unter Umständen tatsächlich das Onlinebanking aufruft, um den geforderten Betrag aus der Mail zu begleichen. 

 

 

 

Die Experten der G DATA SecurityLabs empfehlen:

  • Vorsicht bei E-Mails von unbekannten Absendern, Dienstleistern oder Unternehmen mit denen Internetnutzer keine Beziehungen unterhalten! Wenn eine E-Mail merkwürdig oder verdächtig erscheint, sollte diese direkt gelöscht werden. 
  • Dateianhänge und Links in unbekannten E-Mails sollten niemals angeklickt oder geöffnet werden.
  • Anwender sollten niemals auf Spam-Mails antworten! Den Cyberkriminellen wird damit signalisiert, dass die E-Mail-Adresse existiert und aktiv genutzt wird.
  • Der Einsatz einer Sicherheitslösung mit Virenscanner, Firewall, Web- und Echtzeitschutz ist ein absolutes Muss! Ein Spam-Filter als Schutz vor ungewollten Mails ist ebenfalls sinnvoll.
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